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Unser Anspruch


Gutes Bewahren – Neues entdecken

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Unser Anspruch


Gutes Bewahren – Neues entdecken

Warum wir jeden morgen
etwas früher für Sie aufstehen ...

Es ist die Liebe zum Beruf, der handwerkliche Fertigkeit und Kreativität gleichermaßen verbindet, die bei uns im Backhaus Fickenscher seit 1625 von Generation zu Generation weitergegeben wird. Und das mit großem Erfolg. Heute beschäftigt unser Familienbetrieb rund 50 engagierte, fach-lich qualifizierte Mitarbeiter und verwöhnt seine Kunden in fünf Filialen mit leckeren Spezialitäten.

In den vergangenen 30 Jahren wurden in dem Familienunternehmen über 150 Lehrlinge in Bäckerei, Konditorei und Verkauf ausgebildet.

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Wie hätte es Opa gemacht?


Wir lernen gerne von unseren Vorfahren

Wie hätte es Opa gemacht?


Wir lernen gerne von unseren Vorfahren

Gutes bewahren und neues entdecken …

So lautet unser Motto bereits seit über 300 Jahren. Ihr Backhaus-Team bietet Ihnen Tag für Tag frische Produkte mit saisonalen Highlights aus natürlichen Rohstoffen und mit Liebe hergestellt. Bei uns gibt es keine Fertigbackmischungen, nein, wir arbeiten nur mit den besten Rohstoffen. So nutzen wir zum Beispiel verschiedene selbst gezüchtete Natursauerteige für unsere Produkte, die zum Teil über 48 Stunden reifen, bevor sie zu Brot oder Gebäck verar-
beitet werden. So brauchen unsere Produkte viel Zeit, Liebe zur Arbeit und noch mehr Wissen, das bereits seit 1625 von Generation zu Generation weiter-gegeben wird.

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Ausbildung


Werde ein echter Genusshandwerker

Ausbildung


Werde ein echter Genusshandwerker

Helden der Nacht – unsere Bäcker

Bist du Haupt-, Real- oder Gesamtschüler/-in? Hast du Lust auf einen siche-ren Arbeitsplatz und gute Karrierechancen? Willst du Meister in einem Handwerk mit langer Tradition und noch mehr Zukunft werden? Dann ist eine Ausbildung als Bäcker/-in genau das Richtige für dich. Seien es Brot, Brötchen, Kleingebäck oder feine Backwaren – als Helden der Nacht schaf-fen Bäcker/-innen die Grundlagen für ein frisches, ausgewogenes Früh-stück. Freue dich auf einen kreativen, abwechslungsreichen und spannen-den Beruf.

Um eine Lehre zum/zur Bäcker/-in zu beginnen, ist es am wichtigsten, dass du motiviert bist und dich auf den Beruf freust. Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne mit Lebensmitteln arbeitest und auch mal mit anpacken kannst. Eine weitere Voraussetzung ist, dass dir die Arbeit im Team Spaß macht und du Wert auf Sauberkeit legst.

Für das Abwiegen von Zutaten, Umrechnen von Gewichtsangaben oder Berechnung von Mischungsverhältnissen ist es von Vorteil, wenn du fit im Kopf-rechnen bist. Chemische Kenntnisse braucht ein/eine Bäcker/-in, um Prozesse wie beispielsweise die Sauerteigreifung durch Milchsäurebakterien und
Hefen zu verstehen.

Menschen begeistern – Unser Verkaufsteam

Was gibt es Schöneres, als morgens die Bäckerei zu betreten und ein freundlich lächelndes Gesicht zu erblicken? Doch der/die ideale Bäckereifachver-käufer/-in (Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk – Schwerpunkt Bäckerei) sollte nicht nur freundlich und kommunikativ sein, sondern auch fach-kompetent und selbstsicher. Du bist als Verkäufer/-in das Gesicht der Bäckerei und die wichtigste Schnittstelle zum Kunden. Du kennst alle Brote und
deren Zutaten und kannst Kunden individuell beraten. Du planst und organisierst Bestellungen für Feste und richtest Speisen appetitlich an.

Als Bäckereifachverkäufer/-in bist du ein Kommunikationstalent und bleibst immer ruhig und freundlich, egal, wie schwierig die Situation mit dem Kunden
ist. Du findest für jede Anfrage die entsprechende Lösung: Der Kunde hat eine Beschwerde? Jemand möchte ein Buffet für einen Geburtstag bestellen?
Ein Käufer hat eine Allergie gegen Roggen? Du weißt genau, wie du mit Menschen umgehen musst.

neugierig?

Durch unseren Präsenteversand www.logolini.com, www.nascherie.com und www.scake.com erlebst du außerdem in beiden Ausbildungsberufen jede Menge interessante Abläufe. Du erlebst, wie kurzfristige Großbestellungen organisiert werden, wie Verpackungen richtig und ansprechend ausgesucht
und konfektioniert werden. Auch über den Versand und die Produktion von Sonderanfertigungen gibt es viel zu erfahren.

Wenn du Lust auf eine Ausbildung in deinem Backhaus Fickenscher hast, schick uns bitte eine schriftliche Bewerbung an folgende Adresse:

Fickenschers Backhaus
Abt. Mitarbeiter
Luitpoldstraße 16
95213 Münchberg

oder per E-Mail an: bewerbung@fickenschers-backhaus.de

 

Wir freuen uns auf Dich

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Verantwortung


Was passiert mit nicht verkauften Produkten?

Verantwortung


Was passiert mit nicht verkauften Produkten?

Wir tragen Verantwortung

Backwaren herstellen heißt auch Verantwortung für Lebensmittel übernehmen. Da wir im Backhaus Fickenscher täglich frisch backen und versuchen, möglichst bedarfsgerecht zu produzieren, kann es sein, dass das ein oder andere Produkt untertags ausverkauft ist. Doch das nehmen unsere Kunden gerne in Kauf. Denn was abends ausverkauft ist, liegt am nächsten Morgen wieder frisch gebacken im Laden.

Doch was passiert mit den Produkten die nicht verkauft werden?

Alle Produkte, die abends nicht verkauft wurden, werden von uns verpackt und dem Münchberger Tisch gespendet.

Der Münchberger Tisch ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Trägern und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Neben der Stadt unterstützen Geschäfte und Firmen den Tisch. Alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, finan-ziell schlechter gestellten Mitbürgern zu helfen.

Informationen zum Münchberger Tisch finden Sie unter folgendem Link: 

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Unsere 12 Grundsätze


Was uns wirklich am Herzen liegt

Unsere 12 Grundsätze


Was uns wirklich am Herzen liegt

1. ZEIT FÜR MEHR GESCHMACK 

„Zeit für mehr Geschmack“ – dieses Motto gilt von der Reifung des Getrei-des über hauseigene Sauerteige bis zum gut ausgebackenen, duften-
den Brot auf Ihrem Tisch. Selbstverständlich? Nein! Immer mehr Betriebe versuchen die „kostbare“ Zeit einzusparen, ob beim Abwiegen durch in-dustrielle Fertigmischungen, bei der Teigbereitung durch Emulgatoren und Zusatzstoffe oder gleich komplett durch den Zukauf von fertigen Back-waren oder Tiefkühlteiglingen. Im Gegensatz zu dieser Entwicklung haben wir uns der Förderung des Genusshandwerks verpflichtet.

Aus diesem Grunde werden in unserem Betrieb keine industriellen Vor-mischungen oder tiefgekühlten Fertigprodukte eingesetzt. Unsere Bäcker passen nicht den Rohstoff an die Maschine an, sondern verarbeiten die Rohstoffe so, dass ein Optimum an natürlichem Aroma und Frischhaltung erzielt wird. Der NATURSAUERTEIG für unsere Brote reift mehr als 24 Stun-den, und jeder Laib muss deshalb noch einzeln von Hand ausgewogen werden. Wir von Fickenschers Backhaus setzen auf Transparenz, Offenheit und Authentizität. Authentizität heißt dabei für uns, glaubwürdig zu sein
und entsprechende Produkte anzubieten. Wir informieren unsere Kunden offen und ehrlich über Zutaten und Herstellungsverfahren. Fragen Sie unser kompetentes Verkaufsteam oder rufen Sie uns gerne auch persön-lich unter Telefon 09251 8599820 an.

Wir sind selbst noch Bäcker- und Konditormeister und können auf eine mehr als 350-jährige Familientradition und entsprechendes Wissen zu-rückgreifen. Unsere Philosophie beruht auf den Grundlagen des ursprünglichen Backhandwerks – wie zu Großmutters Zeiten. Unser Engagement für den Erhalt traditioneller Back- und Esskultur drückt sich auch im Einkauf von vorwiegend regionalen Rohstoffen aus. Wir backen noch nach typischen, altüber-lieferten Rezepten, in denen sich lokale Ernährungsgewohnheiten widerspiegeln. Aus der Region – für die Region: Von der Anisbrezn über das Küchle bis hin zur Zimtschnecke backen wir alles aus natürlichen Zutaten, ohne Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Stabilisatoren und Zusatzstoffe. Dafür nehmen es unsere treuen Kunden auch schon einmal in Kauf, dass das ein oder andere Produkt bei gleichem Gewicht gelegentlich etwas kleiner ausfällt, 
bis wir uns auf die neue Mehlernte eingestellt haben. Hierzu benötigen wir Fachkräfte, die den Beruf von der Pike auf gelernt haben und die auch privat Fertiggerichte ablehnen und bereit sind, sich ständig weiterzubilden.

Man kann heutzutage alles schneller und billiger machen, kann Fertigmischungen und Trockensauerteig anrühren, statt guter Butter künstliche Margarine einsetzen, statt echter Vanille künstliches Vanillinaroma oder billige Eier aus unfairer Käfighaltung verwenden, nur um billiges, gleichmäßiges, großes
Gebäck zu verkaufen. DAS WOLLEN WIR NICHT! Und wir freuen uns, dass unsere Kunden genau dies zu schätzen wissen. Wir alle von Fickenschers Back-
haus geben Tag für Tag für Sie unser Bestes, um Ihnen das Leben etwas schmackhafter zu machen. Hochwertige, faire und natürliche Backwaren sind
unser täglich Brot. Willkommen bei Fickenschers Backhaus, anerkannter Unterstützer von Slow Food Deutschland e. V. und Mitglied im Verein der traditio-nellen Handwerksbäcker Die Bäcker. Zeit für Geschmack e. V.
 


2. WIR SIND GENUSSHANDWERKER

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ ... Ein ofenfrisches Nougathörnchen, natürlich gebacken mit deutscher Markenbutter, ein leckeres Stück Wiener Nusstorte, aber auch herrlich duftende Butterzöpfe und Eierknoten – unsere Bäcker und Konditoren haben oft ihr Hobby zum Beruf gemacht und ver-wöhnen Sie gerne täglich mit frischen Spezialitäten aus Rezeptbüchern der klassischen Konditorei und Bäckerei.

Da sich unsere Leidenschaft für gute Lebensmittel nicht nur auf diese beiden Sparten bezieht, haben wir in den letzten Jahren still und leise unser Sorti-
ment „rund ums Brot“ ausgeweitet. Aus vielen Versuchen, das Beste aus hochwertigen Zutaten herauszuholen und diese auf besondere Weise zu ver-
edeln, ist nun unser Gourmetsortiment „aus dem Backofen“ entstanden. Bäckerei und Konditorei haben wir um eine kleine, aber feine Feinschmeckerei erweitert, in der wir ganz besondere Konfitüren, Gourmetsalze, aromatische Zuckerle und geschmackvolle Premiumöle aus natürlichen Zutaten ohne
weitere Zusatzstoffe veredeln.

Frische, handverlesene Beeren, saftige, sonnengereifte Früchte, hochwertiger Zucker und feinste Gewürze bilden z. B. die Zutaten unserer Backofen-Konfi-türe. Ihr besonderes Aroma erhalten die Konfitüren dabei durch ein spezielles schonendes Verfahren, das inzwischen schon beim Deutschen Marken- und Patentamt eingetragen ist: Früchte bzw. Beeren und Zucker werden zunächst in der sanften Wärme des Backofens karamellisiert, mit Gewürzen verfeinert, danach zusammen mit pflanzlichem Pektin gekocht und anschließend noch heiß in die Gläser gefüllt. Das Ergebnis sind sechs leckere Sorten Konfitüre. 
Ob ganz klassisch in „Himbeer-Traum“, „Johannisbeere“ oder „Waldbeere“, mit mediterraner Geschmacksnote in „Erdbeer-Prosecco“ oder eher exotisch
in „Orange-Mango“ bzw. „Kiwi-Stachelbeere“: Für jeden Geschmack ist etwas dabei; man fühlt sich in einen noch taufrischen Garten an einem Sommer-morgen oder einen sonnenwarm duftenden Wald versetzt, genießt mediterran gelassen-optimistisches Lebensgefühl oder exotisches Flair. Jenseits allen geschmacklichen Einerleis bieten die Konfitüren – wie die anderen Backofen-Spezialitäten übrigens auch – ein authentisches Geschmackserlebnis, ohne Konservierungsmittel oder künstliche Aroma- bzw. Farbstoffe. Bei uns werden, wie es in unseren „12 Grundsätzen“ festgeschrieben ist, ausschließlich hochwertige natürliche Zutaten – hauptsächlich aus der Region – verwendet. Den Kunden erwartet somit purer, unverfälschter Genuss mit vielen leckeren Geschmacksrichtungen.

Das größte Lob und zugleich Bestätigung unserer „Back-Philosophie“ sind für uns glückliche und zufriedene Kunden, die Gebäck und Handwerksqualität noch zu schätzen wissen. Natürlich freuen sich unsere Mitarbeiter aus der Backstube auch über Ihre Anregungen, Vorschläge, Wünsche oder einfach nur netten Worte, die Sie ihnen mit unserem neuen „Lob-/Kritikkärtchen“ zukommen lassen können. Dazu die Karte einfach ausschneiden und in einer unserer Filialen abgeben. Oder schreiben Sie uns Ihre Nachricht unter info@fickenschers-backhaus.de.

Wir heißen Sie herzlich willkommen bei Fickenschers Backhaus, anerkannter Unterstützer von SlowFood Deutschland e.V. und Mitglied im Verein der traditionellen Handwerksbäcker Die Bäcker. Zeit für Geschmack e. V. 


3. FAMILIENBÄCKEREI SEIT 1625

Vom Klosterknecht zur Handwerkszunft
In Deutschland ist die Tätigkeit des Brotbackens seit der Zeit Karls des Großen (747/48–814) überliefert und wurde anfänglich von Leibeigenen oder Kloster-knechten ausgeübt. Durch das Wachstum der Städte bildete sich im 10. Jahrhundert der Bäckerberuf als „freier“ Berufsstand heraus. Der „Beck“ (kurz für „Bäcker“) oder „Pfister“ (von lateinisch „pistor“) buk in der Regel in stadteigenen Öfen, weil er sich keinen eigenen leisten konnte. Für die breite Bevölkerung spielte Brot als Grundnahrungsmittel erst ab dem späten Mittelalter eine Rolle. Weil Backen eine teure Angelegenheit war, aß man notgedrungen Brei.

Je feiner das Brot, desto höher der Stand
Lange Zeit kamen helle Brotsorten aus feinem Mehl nur auf die Tische reicher Bevölkerungsschichten, das gemeine Volk aß grobes, dunkles Brot. Weißbrot galt noch im 17. Jahrhundert als Luxus. Mit der Verbreitung des Bäckerberufs organisierten sich neue Zünfte. So unterschied man zwischen dem Schwarz-bäcker, der Roggen- und halbweiße Brote herstellte, und dem Weißbäcker, der alle Sorten von Hefe- und Milchbrotwaren sowie Kuchen buk. In Süddeutsch-land bildete sich die Zunft der „Lebküchner und Pfefferküchler“, in den Hansestädten organisierten sich die Bäcker von Schiffszwieback als „Hartbäcker“.

Die Entstehung unserer Bäckerei
Im 17. Jahrhundert entstand nachweislich auch unsere Familienbäckerei. Aus dieser Zeit datiert z. B. ein Eintrag in das familieneigene Zunftbuch, in dem die erstmalige Ausbildung eines Lehrlings erwähnt wird. Genaueren Aufschluss über das tatsächliche Alter unseres Betriebs gibt eine im Münchberger Stadt-archiv verwahrte Kopie einer Zulassungsarbeit zur Geschichte des Münchberger Bäckerhandwerks: Der Autor bezieht sich dabei auf zwei Zunftbücher,
in denen Angaben zu Lehrlingsaufnahmen, Gesellenfreisprechungen und Meisterrechtserwerbungen gemacht werden. Der Name Fickenscher oder – wie
er damals auch oft hieß – Fickelscher taucht darin erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts auf: 1625 ist ein Konrad Fickelscher als Bäckermeister aufgeführt, 1642 ein Michael Fickelscher. Im Jahr 1711 wurde Johann Fickelscher Meister, 1735 Schlüssel- und 1736 dann Ladenmeister. Es folgen noch sechs weitere Vertreter der Familie Fickenscher im 18. Jahrhundert. Am 3. Juli 1851 feierte Andreas Fickenscher sein 50. Jubiläum als Mitmeister. 

All diese Angaben lassen darauf schließen, dass das Bäckerhandwerk von unserer Familie noch viel früher ausgeübt wurde. Wir werden jedenfalls weitere Recherchen im Staatsarchiv in Bamberg durchführen – und wer weiß, vielleicht muss unsere Familiengeschichte dann noch einmal neu geschrieben wer-
den ... 


4. CHEMIE? NEIN DANKE!

GESCHMACK oder EINHEITSBREi

Falls Sie heute Morgen ein Brötchen gegessen haben, könnte es sein, dass sich jetzt diese Stoffe in Ihrem Magen befinden: Mono- und Diacetylwein-säureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 472 e), Guarkernmehl, Diphosphat, Calciumphosphat, gehärtetes pflanzliches Öl, Ascorbinsäure. Das klingt schlimmer, als es ist, Calciumphosphat haben wir sogar in den Zähnen, Ascorbinsäure ist auch als Vitamin C bekannt, und die anderen Backzutaten sind wahrscheinlich nicht giftig, auch wenn das noch niemand genau untersucht hat. Aber: Ist es das, was wir wollen, wenn wir unsere Brötchen kaufen?

Warum sind Brot und Brötchen im Supermarkt günstiger?
Brötchen mit gerade diesem Chemiecocktail werden aber besonders gern genommen, weil sie groß, leicht und luftig sind. Dieses Aufblähverfahren macht gleichzeitig uns als traditionellen Bäckern das Leben schwer, weil unsere Brötchen dagegen eher mickrig aussehen, aber Luft ist nun mal einer der günstigsten Rohstoffe ...

Made in China & Co.
Im Jahr 2011 wurden 280 Millionen Brötchen-Teiglinge und 46 000 Tonnen Brot zum Großteil aus China nach Deutschland importiert. Ein Wahnsinn, wenn man sich die Energiebilanz für diese Produkte ansieht. Wenn diese Backwaren dann auch noch zu Tiefstpreisen gehandelt werden, sollten Sie sich als Verbraucher und Konsument schon die Frage stellen, wie sich so etwas rechnen kann und wo entsprechende Kosten wohl eingespart werden.

Woran erkenne ich, dass eine Bäckerei alle ihre Backwaren selbst herstellt?
Leider verwenden auch viele der traditionellen Bäckereien Vor- oder Fertigmischungen, um dem Verbraucher ein großes Sortiment anbieten zu können,
und greifen bei Nischenprodukten gerne auf zugekaufte Fertigteiglinge zurück, die sie nur noch in den Ofen zu schieben brauchen. Fragen Sie ruhig
einmal die Verkäuferin oder den Verkäufer, wie das Brot und Gebäck hergestellt wurde und ob Vor- oder Fertigmischungen verwendet werden. Auch ein Blick auf die Zutatenliste dürfte aufschlussreich sein: Je mehr chemische Fachbegriffe auf der Liste auftauchen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass das Brot traditionell gebacken wurde.

Und wie haltet ihr ́s im BACKHAUS damit?
Langsam, aber sicher verbreitet sich eine Gegenbewegung zu den Fast-Food-Backshops und Tütenbäckern: „Slow Baking“. Unter diesem Motto haben sich bisher 40 Bäcker in Deutschland und Österreich zu einem Verein (www.die-baecker.org) zusammengeschlossen, dem auch wir als Mitglied angehören.
Des Weiteren sind wir anerkannter Unterstützer von SlowFood® und zertifiziertes Mitglied der GENUSSREGION OBERFRANKEN e. V. und werden regel-
mäßig durch das unabhängige Institut QAL geprüft. Wir verpflichten uns, u. a. auf Fertigmischungen, chemisch-synthetische Zusatz- oder Konservierungs-stoffe zu verzichten und die Teige nach alter Tradition reifen zu lassen.

Wissen, was drin ist
Wir würden uns freuen, wenn auch Sie beim nächsten Einkauf genauer hinschauen und kritisch nach-fragen, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.

Wissen, was drin ist und wo es herkommt
Uns geht es nicht darum, chemische Zusätze und Fertig- bzw. Vormischungen zu verteufeln. Sie haben bestimmt in manchen Betrieben ihre Berechtigung. Wir sind nur der festen Überzeugung, dass Sie
als Verbraucher ein Recht darauf haben, zu wissen, was Sie konsumieren und wo es hergestellt wurde. Wenn Sie in ein Restaurant gehen, erwarten Sie doch auch keine aufgetauten Fertiggerichte oder Tü-tensuppen für Ihr gutes Geld ...


5. ALLES IN BUTTER!

ORIGINAL ODER BILLIGE KOPIE – EINE FRAGE DES GUTEN GESCHMACKS

NATÜRLICHE BUTTER STATT INDUSTRIELLE MARGARINE
Butter und Margarine: Was ist besser?
Während die einen von dem Genuss schwärmen, den ein einfaches Butter-brot bereiten kann, vertrauen die anderen auf Werbeaussagen der Mar-
garine-Industrie. Aber lässt sich jenseits des Geschmäcklerischen wirklich sagen, ob man Butter oder Margarine den Vorzug geben sollte?

Wie wird Butter hergestellt?
Die Entstehung von Butter ist ein relativ einfacher Prozess. Wenn Milch eini-ge Zeit steht, setzt sich der Rahm oben ab. Dieser wird abgeschöpft und dann kräftig geschlagen. Dabei werden die Fettkügelchen des Milchfetts zerstört. Wasser und Milcheiweiß werden eingeschlossen, und das entstan-dene Gemisch wird fest – die Butter ist fertig. Das Nebenprodukt, das bei der Butterherstellung entsteht, genießen wir als Buttermilch.

... und wie wird Margarine hergestellt?
Sie entsteht nicht natürlich, sondern wird künstlich erzeugt. Die Ursprungsmargarine bestand 1869 aus einer Emulsion aus Milch, Wasser, Nierenfett oder gestoßenem Kuheuter. Noch heute wird Margarine aus unterschiedlichen Grundzutaten auf künstlichem Wege hergestellt. In den fünfziger Jahren aber
hatte die Margarine-Industrie dem Streichfett, das inzwischen aus pflanzlichen Ölen hergestellt wurde, ein modernes Image verpasst.

Wir verarbeiten ausschließlich deutsche Markenbut­ter aus Oberfranken! (Mehrkosten Butter zu Marga­rine: ca. 300 %)

MARZIPAN STATT KÜNSTLICHER MARZIPANERSATZ
Was ist denn da der Unterschied?
Da Mandeln als Rohstoff teuer sind, suchte man nach einem alternativen, preisgünstigeren Rohstoff. Durch die Verwendung von Aprikosenkernen statt Mandeln erhielt man Persipan, das einen etwas kräftigeren Geschmack besitzt, jedoch genauso verarbeitet werden kann wie Marzipan. Natürliches
Marzipan besteht aus kurz gekochten Mandeln und Zucker. Je höher der Mandelanteil, desto höher Qualität und Preis. Im Marzipanersatz aber, dem so-genannten Persipan, sind die Mandeln ganz oder teilweise durch gemahlene Pfirsich- oder Aprikosenkerne sowie Soja, Bohnen, Lupine oder Kicher-
erbsen ersetzt.

Wir verarbeiten ausschließlich Marzipan von deut­schen Herstellern! (Mehrkosten Marzipan zu Persi­pan: ca. 100 %)

KUVERTÜRE STATT FETTGLASUR
Was ist Fettglasur?
Kakaohaltige Fettglasur wird alternativ zur Kuvertüre verwendet, da sie leichter zu verarbeiten und kostengünstiger ist als Kuvertüre. Fettglasur besteht,
wie der Name schon vermuten lässt, überwiegend aus Fett und Zucker, dem Kakaopulver oder auch Nussmasse zugesetzt wird.

Kuvertüre (Pralinenschokolade)
Kuvertüre wird aus der Kakaobohne hergestellt und darf als Fett nur Kakao-butter enthalten. Bei Vollmilchkuvertüre wird zusätzlich noch Milchfett zugesetzt. Kuvertüre ist teurer als Fettglasur und schwerer zu verarbeiten. Schokolade, die als Rohmaterial verwendet wird, ist empfindlich gegen-über Temperaturen, Gerüchen, Licht, Luft und Feuchtigkeit. Auch die Dauer der Lagerung kann die Qualität beeinflussen. Kuvertüre wird am besten zwischen 40 und 45 Grad geschmolzen und kann nur bei einer Temperatur zwischen 30 und 33 Grad optimal verarbeitet werden. Bei falscher Tempe-ratur treten nach dem Festwerden Grauschleier auf, die nicht schön aus-sehen, aber keine Auswirkung auf den Geschmack haben. Ebenso verliert Schokolade nach dem Abkühlen ihren Glanz, wenn sie bei der Verarbei-tung nicht richtig temperiert ist. Kuvertüre zeichnet sich durch einen harmo-nischen, schokoladigen Geschmack aus.

Wir verarbeiten bei unserem traditionellen Back­warensortiment ausschließlich hochwertige Pralinen­schokolade und keine Fettglasur! (Mehrkosten Kuver­türe zu Fettglasur: ca. 110 %). 


6. AUS DER REGION – FÜR DIE REGION

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MEHL VON GÜNTER GUNZELMANN AUS KLEUKHEIM
Günter Gunzelmann stellt die fünfte Generation in der Trockenmühle, die sich schon fast achthundert Jahre an ihrem Standort befindet. Benannt wurde das Anwesen wahrscheinlich nach einem künst-lichen Wasserlauf, der eben aus dem Trockenen geschaffen wurde. Nach der Ausbildung im eigenen Betrieb zog es Günter Gunzelmann erst einmal in die Ferne, zunächst in eine religiöse Mühle in Israel, anschließend nach Ägypten. Nach dieser ganz besonderen Wanderschaft folgte 1983 die Meister-prüfung und zwei Jahre später die Übernahme des Betriebs in Kleukheim. Etwa zehn Tonnen Roggen, Weizen und Dinkel (konventionell/Bio/Demeter) wandern täglich durch die Rohre und Walzenstühle
der kleinen Mühle.

MILCH, KÄSE, SAHNE UND BUTTER VON DER KÄSEREI BAYREUTH
Schon seit Generationen werden wir von der Käserei Bayreuth mehrmals wöchentlich mit frischer Vollmilch, Sahne und Käse von fränkischen Bauern beliefert. Für die langjährige Zusammenarbeit sprechen auch die hohen Qualitätsstandards der Molkerei unseres Vertrauens.

EIER VON FAMILIE SCHUBERT AUS EICHENBÜHL
Der Bauernhof befindet sich seit 1658 in Familienbesitz. Bei der Bewirtschaftung des Betriebs achtet Familie Schubert auf Natur, Umwelt und besonders auf das Wohlbefinden der Tiere. Die Legehennen leben in einem für die Tiere besonders artgerechten Stall. Rund doppelt so viele Legehennen dürfte Familie Schubert eigentlich je Quadratmeter Stallgrundfläche halten. Aber das entspräche nicht ihren hohen Ansprüchen an artgerechte Tierhaltung. Mehr noch:
Die Hühner können sogar in einem angebauten „Wintergarten“ bei frischer Luft scharren, staubbaden und sich wohlfühlen. Eier werden von den Hennen in saubere Nester gelegt. Diese sind so angelegt, dass keine Eier verschmutzen. Das Futter wird aus viel Getreide und Mais hergestellt, und Familie Schubert bietet regelmäßig Besichtigungen an und veranstaltet Hoffeste.

SALAT UND GEMÜSE VON DEN KUGLERS AUS GRASBRUNN
Seit 1964 steht Kugler Feinkost für unverwechselbare natürliche Köstlichkeiten aus dem Garten. Leidenschaftliches Qualitätsbewusstsein, kompromisslose Frische und regionale Verbundenheit zählen zu den Unternehmenswerten der Kuglers. Das passt gut zu unserer Philosophie.

UNSER SPEZIALGROSSHÄNDLER AUS LEUPOLDSGRÜN
Alles Weitere rund um die Bäckerei und Konditorei erhalten wir vom Großhändler unseres Vertrauens, der BÄKO Franken mit Sitz in Leupoldsgrün. Dreimal wöchentlich werden wir mit hochwertigsten Rohstoffen frisch beliefert. Die Nähe unserer Backstube zum Zentrallager direkt an der Ausfahrt Hof/Nord er-möglicht zudem den kurzfristigen Zugriff auf frischeste Waren. 


7. GENTECHNIK? nicht mit uns!

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„Gentechnik? Nicht mit uns!“ lautet unser 7. Grundsatz. Hier möchten wir Ihnen darlegen, was wir unter naturbelassener Ernährung verstehen und warum wir uns dazu entschie-den haben, keine gentechnisch veränderten Rohstoffe zu verarbeiten.

Zu den Auswirkungen eines längerfristigen Verzehrs von Gentechnik-Pflanzen auf die Gesundheit gibt es fast keine unabhängigen Untersuchungen. Allerdings gibt es Hin-weise auf Risiken: Laut einer Langzeit-Studie des österreichischen Gesundheitsminis-teriums erfuhr die Gesundheit von Tieren, die mit einer gentechnisch veränderten Mais-sorte gefüttert wurden, erhebliche Beeinträchtigungen. Es ist schlimm genug, dass es überhaupt solche Tests gibt – aber vor allem fragen wir uns: Wer möchte das essen?
Wir jedenfalls nicht – und unsere Kunden sicherlich auch nicht.

Die Natur bietet uns unzählige fantastische Produkte, die keiner Verbesserung bedürfen
Wir müssen nicht auf übermäßig lange Haltbarkeit achten, da wir unsere Lieferwege kurz halten und unsere Produkte hier in der Region frisch verkaufen.
Ein Teig wird nicht an Maschinen angepasst, sondern einfach von Hand verarbeitet. Sind genetisch veränderte Pflanzen erst einmal freigesetzt, können
sie sich unkontrolliert verbreiten. Die gentechnischen Veränderungen werden dabei übertragen und sind nicht mehr rückgängig zu machen. Das Saatgut kann beim Transport verloren gehen oder über Erntemaschinen verbreitet werden, die Pollen der gentechnisch veränderten Pflanzen können von Bienen und Wind kilometerweit getragen werden.

Wir finden es erschreckend, dass unsere Natur so aufs Spiel gesetzt wird. Das möchten wir auf keinen Fall unterstützen. Als Mitglied der Genussregion mussten wir das übrigens auch vor einer unabhängigen Prüfungskommission nachweisen.

Wir sagen „NEIN“ zu GENFOOD!


8. WIE ZU GROSSMUTTERS ZEITEN

GENUSS MACHT GLÜCKLICH

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Wir leben in einer Welt, in der sich der klassische Genießer immer fremder fühlt, weil zu- meist nicht mehr die Qualität und der Geschmack, sondern anscheinend das „Frei von ...“ das neue A und O des Essens ist. Ein Gebäck ist gut, weil es kein Protein, kein Gluten, keine Kohlenhydrate enthält? Es ist nicht gut, wenn es uns schmeckt und uns diesen einen feinen Glücksmoment schenkt?

Im Supermarkt wird man von einer wahren Flutwelle vegetarisch-veganer Imitationen von Fleisch, Käse und Milch aus Reis, Dinkel und Soja erfasst. Alles soll möglichst original-getreu aussehen, ohne es zu sein. Da ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zum Nah-rungspulver Soylent, das der bekennende Essensverächter Rob Rhinehart auf den amerikanischen Markt gebracht hat. Ein „Total Food Replacement“ in Form eines Pulvers, das alle Nähr-, Ballast- und sonstigen Stoffe enthalten soll, die ein Mensch zum Über-leben braucht. Es muss nur noch mit Wasser angerührt und mit Fischöl verfeinert werden und ist sogar(!) geschmacksneutral.

Was dabei auf der Strecke bleibt, ist eben dieser Geschmack, die Lust am Genuss, die Freude auf ein gutes Mahl. Werden wir zukünftig mit Freunden gemütlich am Tisch sit-


zen und uns eine Tüte aufreißen? Dies entspricht nicht unserer Lebens-philosophie, und genau deshalb freuen wir uns umso mehr über das positive Feedback unserer Kunden, die – wie wir – ebenfalls Spaß an gutem Essen in seiner ganzen Vielfalt haben. Uns vom Backhaus geht es nicht nur darum, Ihren Hunger zu stillen. Unser Anliegen ist es, Ihnen Genuss und Freude zu bereiten, mit Produkten, von denen Sie wissen,
wer sie wie aus was hergestellt hat. Wir vertrauen auf die Kraft der Natur und setzen auf Rohstoffe und Rezepturen wie zu Großmutters Zeiten, verzichten auf Pülverchen, Instantmischungen, Konservierungsmittel und auf alles, was eigentlich nicht gebraucht wird. Unsere Vorfahren haben
uns ganze Bücher mit solchen Rezepten überliefert und uns gezeigt, dass es auch anders geht.


9. BÄCKER AUS LEIDENSCHAFT 

Im letzten Jahr saßen wir mit Freunden bei einer Feuerzangenbowle zusammen und schauten bedächtig dabei zu, wie die Flamme loderte und sich der geschmolzene Zu-cker mit edlem Rum vereinte und in die hochprozentige Mischung tropfte. Genau in diesem Moment reifte der Gedanke, dies mit unseren Stollen gleichzutun. In den letz-
ten Wochen haben wir in unserer Backstube die ersten Butterstollen flambiert und
sind begeistert.

Genau diese Leidenschaft für das Genusshandwerk zeichnet uns aus. Alte Rezeptu-
ren entdecken, ausprobieren und variieren. Den Geschmack durch Vorteige und
Teigführungen individuell steuern und aus natürlichen Rohstoffen etwas zu erschaf-
fen, das dann mit allen Sinnen genossen werden kann – was gibt es denn Schöneres! 

Wer schon einmal den Duft frisch gebackenen Brotes schnuppern durfte, in Rum ge-
reifte Rosinen unter den Stollen kneten durfte, der weiß genau, was wir meinen. Wir lieben unseren Beruf und freuen uns darüber, inzwischen ein Team
von Gleichgesinnten um uns zu haben, die genauso ticken wie wir. Die Backzutaten „Liebe“ und „Leidenschaft“ stehen in keiner Rezeptur, sie finden Sie
nur in unseren Gebäcken – und in den Augen unserer Bäcker und Konditoren, die jeden Morgen etwas früher aufstehen, um Ihnen den Genuss auf den
Tisch zu bringen.


10. FAIRNESS

GUTES MITEINANDER

v. l. n. r.:  Dr. h.  c. Hans Michelbach, MdB, Ministerpräsident Horst Seehofer, Andreas Fi-ckenscher, Florian Fickenscher und Reinhard Giegold, Vorsitzender der Mittelstands-Union KV Hof

v. l. n. r.:  Dr. h.  c. Hans Michelbach, MdB, Ministerpräsident Horst Seehofer, Andreas Fi-ckenscher, Florian Fickenscher und Reinhard Giegold, Vorsitzender der Mittelstands-Union KV Hof

Ein großes Wort in der von uns gelebten Unternehmenskultur ist der Begriff FAIRNESS. Sie als Kunden erwarten von uns zu Recht ein Mehr an Qualität und Service, als Sie es beim Tütenbäcker oder Discounter finden. Wir er-warten von unseren Mitarbeitern etwas mehr Leidenschaft, Können und das Bewusstsein, dass unsere Kunden letztendlich unsere „Brötchengeber“ sind. Wir alle zusammen erwarten von unseren Lieferanten, dass sie unsere ethischen Grundsätze teilen. Wir zahlen gerne einen Cent mehr und wissen, dass die Tiere, die uns Milch, Sahne und Eier liefern, fair behandelt werden. Wir nehmen gerne die Mehrarbeit in Kauf, Backwaren nicht ein-fach in die Tonne zu werfen, sondern gut verpackt der TAFEL zu spenden. Und sollte an einem Tag doch mal etwas mehr Brot übrig bleiben, macht unsere Melanie ihren Pferden damit eine Freude. Faires Geben und Nehmen ist also bei uns nicht nur zur Weihnachtszeit ein Thema, sondern fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie Ihres Backhauses. Umso mehr freuen wir uns natürlich, wenn wir dafür einen Preis erhalten. Am 8.11.2014 war es so weit: Wir wurden vom Ministerpräsidenten für unser ganzheitliches Konzept gemäß unserem Motto „Gutes bewahren – Neues entdecken“ sowie für unser soziales Engagement mit dem bayerischen Mittelstandspreis ausgezeichnet.


11. WIR UND BIO

Viele unserer verwendeten Rohstoffe besitzen ein Biosiegel, aber das komplette Sortiment wollen wir noch nicht umstellen. Woran das liegt? Bei der Aus-wahl unserer Lieferanten steht an allererster Stelle die Qualität der Roh-stoffe. An zweiter Stelle die Frage, ob wir dieses Produkt in ähnlicher Qualität auch aus unserer Heimatregion be-ziehen können. Erst dann prüfen wir, ob dieser Rohstoff auch mit Bio-Siegel erhältlich ist. Wofür würden Sie sich entscheiden: Bio-Erdbeeren, die aus dem Ausland importiert werden, oder Erdbeeren vom Hof vor Ort, bei denen der Bauer auf die aufwendige Zertifizierung keinen Wert legt. Genau! So handhaben wir das auch. Es gibt eine große Anzahl Bio-Rohstoffe, die einfach nicht aus der Region in der von uns gewünschten Qualität verfügbar sind, und wir weigern uns, auf Kosten von Qualität Gebäcke herzustellen, nur damit diese das Bio-Siegel tragen.

Wussten Sie eigentlich, dass, obwohl die meisten Obstsorten zumindest saisonal bestens in heimischer Erde ge-
deihen, die meisten Bio-Regale im Supermarkt zunehmend mit ausländischen Waren bestückt werden? Jedes zweite Bio-Gemüse, ergab eine Unter-
suchung der Uni Bonn, wird bereits importiert. Wie ökologisch gewinnbringend das ist, wenn Nahrungsmittel erst kilometerweit verschifft und durch halb Europa gekarrt werden müssen, kann sich jeder ausrechnen. Wir hoffen, dass immer mehr Landwirte unserer Heimatregion auf biologischen Landbau um-stellen, denn die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Bio-Produkten aus der Region ist auch uns ein großes Anliegen.